29. Jänner 2005

ier bin ich wieder, eure Cleo. Es geht mir so weit ganz gut. Doch lasst mich der Reihe nach berichten.

Am Donnerstag Abend ist noch ganz viel Luft aus meinem Darm entwichen :-) - die haben alle gemeint, ich sei ein kleines Stinktier, aber gleichzeitig haben sie sich mit mir gefreut, denn dadurch ging es meinem Bäuchlein gleich viel besser.

Bei den Befunden hat sich Folgendes ergeben: Die Blutwerte sind so weit okay, die Leber ist leicht beleidigt, was sie aber auch sein darf, da ja offenbar mein Magen-Darm-Trakt nicht so richtig funktioniert. Die Nieren sind in Ordnung und auch sonst hat die Blutuntersuchung nichts Besorgniserregendes ergeben. Für mein Alter bin ich noch schwer in Schuss, das freut mich und alle hier natürlich ganz besonders.

Ich habe aber offenbar eine schon fast chronische Magen-Darm-Entzündung und seit gestern muss jetzt erst mal Medikamente schlucken, damit das wieder in Ordnung kommt. Die Ärztin ist sehr zuversichtlich. Und beim Tabletten-Schlucken bin ich ein As - das klappt hervorragend! Alle loben mich! Ich darf im Moment alles fressen, worauf ich Lust habe. Und Frauchen richtet extra für mich immer kleinere Portionen her, damit mein Magen nicht zu sehr belastet ist, ich futtere dann halt öfter am Tag - auch nicht zu verachten. Manchmal nennen sie mich ja Prinzessin, und jetzt wird mir ganz besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt. Frauchen massiert immer wieder meinen Bauch, kontrolliert, wie er sich anfühlt, ob hart oder weich. Ich darf zwischendurch auch Leckerlis naschen - ich weiß eh selber, wann es genug ist.

Bis Dienstag soll mein Frauchen jetzt beobachten, wie es mir geht und dann sehen wir weiter. Heute fühle ich mich jedenfalls sehr gut!

 

27. Jänner 2005

Ausnahmsweise meldet sich heute einmal die Dienstälteste im Haindl-Cats-Haushalt zu Wort - Cleopatra. Wie einige von euch vielleicht wissen, habe ich es seit einiger Zeit nicht so ganz mit dem Fressen. Ich fresse wenig, habe abgenommen, bin aber sonst quietschfidel. Ich turne auf dem Kratzbaum wie sonst auch, ich schnurre, als gelte es einen Weltrekord aufzustellen, ich spiele Nachlaufen mit mir selber, dh. ich sause durchs Wohnzimmer, auf die Couch, zum Kratzbaum und zurück auf die Ofenbank. Also so weit nichts Ernstes. Aber mein Frauchen hat sich Sorgen um mich gemacht und mich deshalb heute in der Früh in den Katzentransportkorb gesetzt und ist mit mir weggefahren. Zuerst wusste ich gar nicht, wie mir geschieht, aber Frauchen hat beruhigend auf mich eingeredet und so war es halb so schlimm.

Nach nicht allzu langer Fahrt hat Frauchen mich dann im Katzenkorb in ein Haus getragen, wo uns eine sehr freundliche Frau mit einer sehr freundlichen Stimme begrüßt hat. Dann musste ich aus dem Korb heraus, mir schwante schon Schlimmes, denn ich hatte inzwischen festgestellt, dass wir bei einer Weißkitteldame 'gelandet' waren. Und das mag ich doch gar nicht, also hab ich mich ganz nach hinten in die Ecke des Korbes verdrückt. Hat mir aber nichts geholfen, ich musste raus. Soooooooo schlimm war es aber zuerst mal gar nicht. Die Ärztin hat mich gewogen, mir ganz genau in die Augen geguckt, mit so einer winzigen Lampe, dann hat sie meinen Bauch abgegriffen und abgehört, dann musste ich zum Röntgen und schließlich hat sie mir auch noch Blut abgenommen. Das war dann etwas gemein! Ich hab aber großes Lob bekommen, weil ich so ruhig war und brav alles über mich ergehen hab lassen.

Schon beim Abhören hat die Ärztin gemeint, ich hätte Blähungen. Das Röntgen hat ihre Meinung bestätigt. Außerdem scheine ich an massiver Verstopfung zu leiden. Meint sie halt. Ich bekam noch eine Elektrolyt-Lösung, dann durfte ich wieder mit nach Hause fahren. Am Abend muss Frauchen anrufen, dann werden wir wissen, was die Blutuntersuchung ergeben hat. Und dann wird auch erst entschieden, wie es mit mir weitergehen wird. Etwas ganz Tolles hat mir die Ärztin aber gesagt: Dass ich für mein Alter noch gut in Schuss bin, dass meine Knochen bis auf ganz minimale Arthrose an zwei Rückenwirbeln noch super okay sind, dass meine inneren Organe auf dem Röntgenbild auch offenbar okay ausschauen und dass sie mir meine fast 15 Jahre nicht angesehen hätte!

Sie meint, sie würde mich schon wieder auf die Reihe kriegen! Und Frauchen ist ja da, dann hab ich keine Angst!

 

26. Jänner 2005

Ich habe mich durchgesetzt und darf einen Eintrag ins Tagebuch schreiben. Wer hier ist? Miuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu - die Saphira. Ich werde euch erzählen, wie ich Frauchen geholfen habe, Knödel zu kochen. Naja, so richtig geholfen ist vielleicht ein wenig übertrieben, aber wie ihr wisst, liebe ich es unglaublich, bei Frauchen in der Küche zu sein, wenn sie kocht oder bäckt.

Diesmal ging es wieder um einen Teig, allerdings keinen süßen, sondern um einen Kartoffelteig. Frauchen hat also alle Zutaten hergerichtet und da bin ich schon mal ins Spiel gekommen. Ihr müsst euch das so vorstellen, dass unsere Küche so eine U-Form hat und Katz bequem vom Eßplatz aus auf die Arbeitsfläche gucken kann, der Eßplatz ist hinter dem einen "Bein" vom U. Tja, auf den Stuhl springen und zugucken ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen, denn - es könnte ja ein Leckerbissen für mich abfallen, oder?

Aber zurück zum Kartoffelteig. Ich habe sehr interessiert beobachtet, wie Frauchen eine Menge so weißes Zeugs aus einem Behälter auf die Arbeitsfläche geschüttet hat. Mehl heißt das, hat sich dann herausgestellt, denn ich habe versucht, mit den Vorderpfoten etwas davon zu erhaschen und erntete einen Schreckruf von Frauchen. Daraufhin habe ich mich erst einmal ein wenig zurückgezogen. Doch aufgegeben habe ich nicht. Frauchen hat geknetet und geknetet und dann so längliche Dinger geformt, von denen ich dann allerdings erst recht nichts verkosten durfte, weil Frauchen meinte, Kartoffelnudeln seien Menschenfutter! Naja, Katz kann eben nicht alles haben!

Aber: einen Aspekt des Ganzen muss ich unbedingt noch erwähnen! Wie ich da so mit den Pfötchen ins Mehl eingetaucht habe, habe ich natürlich im Hinterkopf gedacht, jetzt könnte ich glatt als Weißsöckchen-Katze für Hannah's Club durchgehen *schmunzel*!

 

19. Jänner 2005

Heute hat es bei uns geschneit. Nun, wir alle wissen ja um diese weiße Pracht Bescheid, aber unser Nesthäkchen Mephisto, der sollte Premiere feiern und zum ersten Mal in seinem Leben im Schnee stehen. Ach wie hatte Frauchen sich das herrlich vorgestellt - so wie es halt bei uns anderen war: Katz steht ganz verdutzt da und wundert sich, warum der Boden so kalt und nass ist. Katz hebt vorsichtig ein Pfötchen, guckt zu Frauchen, leicht gequälter Ausdruck im Gesichtchen, was soll denn das, das ist ja nass!!! Katz stellt Pfötchen wieder in das kalte Weiß und schüttelt sich. Katz flüchtet zu Frauchen und ins warme und trockene Haus!

Hm - wer jetzt denkt, bei Mephisto wäre das genau so abgelaufen, der kennt den kleinen Racker aber schlecht. Der hat nicht einmal mit einem Ohr gezuckt, als er in den Schnee gestellt wurde, nein, im Gegenteil, er ist frisch drauf los quer durch den Garten gelaufen, so dass Frauchen Mühe hatte, ihm zu folgen. Von einem Fotoshooting konnte gar keine Rede sein, dabei war Frauchen natürlich vorsorglich mit diesem Digi-Dings bewaffnet, um den historischen Augenblick auch gebührend festzuhalten. Nun ja, dann eben nicht! Ist ohnehin schon wieder im Verschwinden, die weiße Pracht!

 

16. Jänner 2005

Gestern haben wir alle unter Drogen gestanden. Wie das geht? Na, ganz einfach - Frauchen hat den Kratzbaum mit Baldrian betupft und darauf fahren wir alle voll ab.

Hannibal hat zuerst noch friedlich ganz oben geschlafen. Cleo lag gemütlich auf der Ofenbank, Saphira auf der Fensterbank in der Sonne und Mephisto hat sich sonst wo rumgetrieben. Doch kaum schnupperten unsers Näschen den unverkennbaren Geruch, war der Kratzbaum im Nu von uns allen belagert.

Ganz toll trieb es Hannibal. Er wälzte sich auf seinem Liegeplatz, drehte sich und rieb seinen Kopf immer wieder an den Stellen, die mit den Tropfen betupft waren. Mephisto schnupperte zuerst ein wenig vorsichtig, doch bald war auch er ganz begeistert und konnte nicht genug kriegen. Saphira rieb ihr Köpfchen immer wieder am Kletterseil und Cleo holte sich auch eine 'Prise Baldrian', um sich dann auf dem Teppich um sich selber zu wälzen.

Irgendwie guckten wir wohl ein wenig komisch drein, denn unsere Zweibeiner meinten ganz frech und respektlos, wir sähen ja richtig bekifft drein!

 

4. Jänner 2005

Seit gestern nachmittag sind wir wieder nur zu viert. Als Sphinx und Merlin abgeholt wurden, hatten ihre Katzenkeksbesorgen jemanden Besuch mitgebracht: Benji, von dem ihr gerne auf unserer Hausfreunde-Seite nachlesen könnt.

Nun, wir kennen Benji ja schon, auch wenn wir ihn nicht sooooo oft sehen. Mephisto hatte Benji noch nie gesehen und war dementsprechend aufgeregt. Zuerst hat er sich mal aufgeplustert zu doppelter Größe. Dann hat er Benji mit einem Begrüßungs-Faucher bedacht und sich anschließend auf das höchste Plateau des Kratzbaums zurückgezogen, von wo aus der Benji mißtrauisch und mit tiefem Knurren beäugte. Nur sehr langsam kam er Ebene für Ebene vom Kratzbaum herunter. Benji war das ganze auch nicht sehr geheuer, denn er ist e gewöhnt, dass Katzen ihm durchaus freundlich gesonnen sind.

Die Begegnung verlief aber letztendlich friedlich, ohne Verletzte! Als Benji, Sphinx und Merlin dann weg waren, war Mephisto sichtlich erschöpft und hat erst mal ein Erholungsschläfchen machen müssen.

Jetzt ist es wieder sehr ruhig bei uns und wir können euch sagen - der Abschied ist Sphinx und Merlin schwer gefallen. Aber wir trösten uns mit dem Gedanken, dass sie hoffentlich bald wieder einmal kommen.

 

2. Jänner 2005

Es ist ganz toll, dass all unsere Dosenöffner um uns sind. Besonders froh waren wir darüber in der Silvesternacht. Rund um unser Haus hat es so gekracht, dass uns allen Angst und Bange wurde. Wir wussten nicht, wohin wir uns verkriechen sollten, also sind wir immer wieder zu unseren Dosis geflüchtet und haben uns vertraute Streicheleinheiten geholt. Zum Glück war dann irgendwann auch wieder Schluss mit der Knallerei und wir konnten den Rest der Nacht unseren Schönheitsschlaf in Ruhe genießen.

Nur noch ein paar Tage, dann müssen Sphinx und Merlin wieder nach Hause nach Wien fahren. Dabei fühlt sich gerade Sphinx jetzt sehr wohl bei uns. Mephisto hat einen gewaltigen Respekt vor ihr und lässt ihr sogar beim Fressen den Vortritt - und das will schon was heißen, wo unser Kleiner doch so verfressen ist!

Sphinx kommt immer zum Schmusen zu Frauchen. Auch Merlin lässt sich hin und wieder von der Minidosine verwöhnen. Wenn sie zum Beispiel beim Computer sitzt, dann streicht Merlin so lange um sie herum, bis sie ihn auf ihren Schoß nimmt - na und dann wird gekuschelt, was nur geht!

Sollen wir euch zwei beide wirklich nach Hause fahren lassen?