24. April 2009

Gottseidank halten sich unsere Erkältungen nun doch halbwegs in Grenzen. Ophelia hat sich ganz gut erholt, sie hat ein wenig abgespeckt - das tut unserer kleinen Walze aber ganz gut - und Saphira und Mephisto niesen gar nicht mehr. Mein Näschen ist auch wieder offen und ich schnupfe so gut wie gar nicht mehr herum. Frauchen hat sich ja ordentlich Sorgen gemacht, doch zum Glück scheine ich doch eine richtige Kämpfernatur zu sein und nach meiner OP kann mich nichts mehr unterkriegen. Habe ich mir jedenfalls vorgenommen.

Ja, nun ist also unser Jüngster auch schon wieder ein Jahr alt. Die Aufmerksamkeit, die er gestern eingeheimst hat, die ist ihm aber zu Kopf gestiegen. Er ist flotter denn je unterwegs und bringt uns alle in Aufruhr. Er will immer nur spielen und raufen und Unfug treiben. Ob ich dem noch Manieren beibringen kann? Katz, ich maunz euch, ich bezweifle es! Er ist so unverbesserlich, dass selbst ich ratlos bin auf meine alten Tage. Kennedy weiß einfach nicht, wenn es genug ist. Ein Fauchen oder ein Pfotenhieb erschüttern ihn überhaupt nicht, er schüttelt sich ab, dreht sich um und sucht sich sein nächstes "Opfer". Erst wenn er müde wird, dann gibt er Ruhe. Ich sag euch, das ist dann herrlich, da kann Katz dann selbereins endlich gemütlich eine Putzeinheit einlegen und sich zusammenrollen zum Schlafen oder Dösen. Doch wenn ich demnächst ein graues statt enem roten Haarkleid habe, dann liegt das eindeutig an unserem Racker Kennedy! In diesem Sinne wünsche ich euch ein strahlendes Wochenende!

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20. April 2009

Das Wochenende war nicht besonders schön für uns. Zwar war das Wetter schön, aber wir durften alle nicht hinaus, weil der Wind so stark ging und Frauchen Angst hatte, dass auch wir anderen uns noch erkälten könnten. Saphira und Mephisto ging es zwar schon seit ein paar Tagen sichtlich besser, aber unser kleines Pummelchen, das gefiel uns allen nicht.. Ophelia wollte nicht fressen, sie ist nur irgendwo gelegen und hat geschlafen oder gedöst, ihre Medikamente hat sie brav genommen, aber es wurde nicht wirklich besser. Ihr Näschen war total verstopft und ihr Körper fühlte sich ganz heiß an. Jedenfallas haben wir alle uns große Sorgen um sie gemacht und Frauchen hat gemeint, wenn sich bis heute morgen nichts verändert, dann muss sie noch einmal zum Weißkittel.

Heute morgen dann war es aber zum Glück merklich anders. Ophelia hat schon im Wohnzimmer auf Frauchen gewartet. Sie ist gleich mit in die Küche und hat ein paar Gäbelchen Nassfutter aus einem Schälchen gefuttert. Das hat sich lustig angehört, denn Ophelia kriegt kaum Luft durch die Nase, also hat sie beim Fressen wie ein kleines Ferkelchen gegrunzt. Aber Hauptsache, sie mag wieder fressen. Anschließend ist sie dann zur Wasserschüssel und hat ausgiebig getrunken. Sie wirkt munterer, aufgeweckter und ist auch wieder in der Wohnung unterwegs, reagiert sofort auf Streicheleinheiten, die sie sichtlich genießt und wir sind so froh, dass es offensichtlich wieder bergauf geht.

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17. April 2009

Leider habe ich heute nicht so gute Neuigkeiten. Unsere Ophelia hat es ziemlich bös erwischt. Heute morgen hat sie sich hiner der Couch verkrochen, das ist mir gleich richtig komisch vorgekommen, das macht sie sonst nie. Auch Frauchen war nicht wohl zumute dabei und so musste unser Pummelchen heute nachtmittag zum Weißkittel. Beim Abhorchen war sofort klar, das rasselt in der Lunge, unser kleiner Elefant hat sich eine Lungenentzündung eingefangen. Sie bekam eine Spritze und muss jetzt auch Medikamente nehmen, ich frage mich ja schön langsam, wie Frauchen da noch den Überblick behält wer was wann nehmen muss. Ich muss jeden 3. Tag eine halbe Tablette schlucken, der Kennedy jeden Tag dreimal Globoli und jetzt auch noch Ophelia. Ich hoffe nur, dass sie sich wieder rasch erholt und die Medis gut helfen.

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16. April 2009

Ein herrliches Osterwochenende liegt hinter uns. Wir durften ganz viel draußen im Garten sein und die warmen Sonnenstrahlen genießen. Wir hatten auch Besuch von einigen Freigängern aus der Nachbarschaft, die sich jedoch alle in gehörigem Abstand zu uns aufgehalten haben und nur geguckt haben, her getraut zu uns hat sich keiner von denen. Und bevor Frauchen die Knipskiste holen konnte, waren die Eindringlinge auch schon wieder verschwunden.

Es war so schön und warm und trotzdem scheinen sich ein paar von uns ein wenig erkältet zu haben. Ophelia, Saphira und Mephisto niesen und Ophelia mag gar nichts fressen. Ich persönlich meine ja, dass ihr das gar nicht schadet, denn sie ist doch eh so ein Pummelchen, aber ganz geheuer ist mir das doch nicht, so kenne ich sie ja gar nicht. Ich werde meine drei Patienten in den nächsten Tagen ganz genau beobachten, Herrchen hat schon gemeint, wir hätten ja schon fast ein Lazarett aufmachen können. Zuerst war ich krank, vorige Woche musste Kennedy zum Weißkittel, stellt euch vor, der Arme hat ganz böse Akne am Kinn und das sah gar nicht gut aus und jetzt diese Nieserei. Ich bin ja geübt im Gesundwerden und werde jetzt meine Mitpfotis in Pflege nehmen.

Ansonsten gibt es nichts Neues, mir geht es wirklich recht gut, ich nehme brav meine Medikamente und Frauchen meint, ich sei wirklich schon wieder fast ganz so wie vor der OP. Gestern bin ich der Minidosi nämlich entwischt, da gibt es bei uns im Revier eine Tür, da geht es hinauf in den ersten Stock, da wohnt die Mama von Frauchen und da dürfen wir eigentlich nicht hin. Nur manchmal nimmt Frauchen mich mit hinauf, doch gestern hat die Minidosi die Tür einen Spalt offen lassen und schon bin ich die Stiege hinaufgesaust, genau wie früher. Kurz nach der OP konnte ich nicht einmal Stufen steigen, umso mehr freue ich mich - und Frauchen mit mir - dass ich jetzt wieder die Stufen hinauf laufen kann. Da wurde nicht einmal geschimpft, weil ich ausgebüchst war *zwinker*.

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13. April 2009

Es ist sehr lange her, dass ich im Tagebuch berichtet habe. Nach meiner schweren Operation will ich mich nun aber wieder so weit es möglich ist regelmäßig hier zu Wort melden.

Hannibal genießt  nach seiner OP wieder den Garten

Ich bin überglücklich, dass ich mich so gut erholt habe. Seit einigen Tagen bin ich fast wieder der "Alte" meint Frauchen, weil ich alle meine Lieblingsplätze zurück erobert habe, weil ich wieder ganz hinauf auf den Kratzbaum klettere, weil ich renne wie eh und je und weil ich mich sichtlich rundum wohl fühle. Nur auf die Kommode, auf der eine unserer Wasserschalen steht, auf die mag ich noch nicht wieder springen, das war der Augenblick, wo vor fast einem Monat mit einem Schlag erichtlich wurde, dass mein rechtes Hinterbein Lähmungserscheinungen zeigt, ich konnte damals einfach nicht mehr hochspringen. Die Kommode meide ich noch, doch ansonsten ist alles gut. In den letzten Tagen war ich viel draußen im Garten, ich habe es irrsinnig genossen, in der warmen Sonne zu liegen, habe vor mich hingedöst, ein bisschen am frischen Gras gezupft und davon genascht und mich nur gewundert über Kennedy. Also ehrlich, er ist ja ein ziemlich ungestümer Geselle, hat immer Unsinn in seinem zugegeben hübschen Kopf, er ist immer quirlig und unternehmungslustig und er ist frech, jawohl. Wir dürfen ja alle nicht auf dem Esstisch liegen, doch er schert sich darum selten. Meist liegt er in all seiner Pracht - naja, das muss ich ihm neidlos zugestehen, eine Pracht ist er mit seinen inzwischen mehr als 8 Kilos - mitten auf dem Tisch. Und wenn Frauchen dann kommt und ihn schimpft, dann trollt er sich doch freiwillig. Also was ich eigentlich sagen wollte - im Garten draußen ist der riesige Kennedy ein wahrer kleiner Hasenfuß. Wir anderen, wir kennen den Weg in den Garten schon in- und auswändig, wir laufen regelrecht bei der Haustür hinaus, rechts um, über die Stufen hinuter, wieder rechts und schon ist da unser Stammplatz im Garten, mit Sonne und Schatten, mit Baum und Gras und der kleinen Mauer zum Gemüsegarten, auf der es so schön gemütlich zum Liegen ist. Tja, Kennedy läuft nicht, er versteckt sich, wenn Frauchen die Leinen aus dem Schrank holt. Und dann muss Frauchen ihn hinuntertrage in den Garten, stellt euch das einmal vor. So ein Riesenbaby! Will getragen werden! Ja und dann maunzt er was das Zeut hält, zum Steinerweichen jammert der Kerl. Ich persönlich glaube ja, dass ihm stinklangweilig ist, aber wir anderen lassen uns nicht stören und genießen die Sonne, die Flattermänner und die herrliche Zeit im Garten.

Ich hoffe doch sehr, dass Kennedy sich wieder daran gewöhnt, im vorigen Sommer war er ja auch schon mit draußen und da hat es im auch gefallen.

Kennedy versteckt sich im Garten