25. April 2010 Katz und Schreck, was bin ich nur für ein lausiger Tagebuchpfotler, ich weiß gar nicht, wie ich mich dafür entschuldigen soll. Ich glaube fast, seit Kennedy bei uns eingezogen ist, ist bei uns auch dauernd etwas los, so dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen sollte mit dem Erzählen. Kennedy sorgt ja fast jeden Tag für ein besonderes Erlebnis, aber das nehmen wir gelassen hin. Dass ich heute etwas erzählen möchte, das hat aber schon einen Grund - wir haben heute endlich die Sommersaison eröffnet und fast den ganzen Tag im Garten verbracht. Schon gestern hatten wir herrliches Wetter und haben es in der Wohnung fast nicht mehr ausgehalten, doch wir mussten uns gedulden, denn Frauchen war nur wenig zu hause. Und alleine dürfen wir nicht hinaus, also hieß es warten. Doch das Warten hat sich gelohnt, heute war es noch eine Spur schöner und wärmer und endlich durften wir in den Garten. Es war einfach toll - ein leises Lüftchen umwehte unsere Näschen, es gab jede Menge frisches grünes Gras zum Anknabbern und wir ließen uns das Fell wärmen. Gegen Mittag musste Frauchen uns einen Sonnenschirm aufstellen, weil es so heiß war, aber wir haben es alle zusammen irrsinnig genossen. Die Sonnenstrahlen kitzelten unsere Näschen und so mancher freche Flattermann wagte sich zu weit in unsere Nähe, so dass wir gar keine Mühe hatte, ihn zu fangen. Ophelia hat ja ein selten gutes Herz, sie hat alle Flattermänner wieder frei gelassen. Nein, das gibts bei mir nicht, da bin ich unnachgiebig. Meine Beute ist mein, basta! So brummelige dicke Dinger haben wir heute auch viele gesehen, doch die interessieren uns nicht so sehr, Frauchen sagt, das sind Hummeln und die müssen wir nicht fangen. Doch stellt euch vor, was dann passiert ist. Zuerst war es ja recht ruhig draußen, die Flattermänner fliegen ja leise und die Brummeln sind auch nicht sooooooo laut. Auf einmal aber ist uns allen der Schrecken in die Pfoten gefahren, denn irgendwas brummelte ganz schrecklich laut. Wir waren sehr erschrocken und Kennedy (typisch - unser Fürchtemann) hat sich gleich im Katzenklo versteckt, während wir anderen wie gebannt in den Himmel guckten - da droben waren zwei ganz dicke und ganz laute Brummeln. Die kreisten immer über uns, zum Erwischen wären sie nie und nimmer gewesen, so hoch oben waren sie, aber sie verlockten auch nicht zum Fangen, sondern waren eher zum Fürchten. Ophelia hat dann Frauchen zu Hilfe gerufen, sie hat so lange gemaunzt, bis Frauchen merkte, dass wir Angst hatten. Komischerweise hat sie uns dann ausgelacht und uns erklärt, dass die großen Brummeln am Himmel Hubschrauber sind, da sitzen Menschen drinnen und fliegen herum, weil sie sehen wollen, wie winzig klein alles von oben aussieht. Nein, danke, in so ein Ding brächte mich nix hinein, ich habe lieber festen Boden unter meinen Pfoten und nicht so viel Lärm um die Ohren. Als dann am späten Nachmittag endlich etwas Ruhe einkehrte, konnten wir noch die nicht mehr so heiße Sonne genießen und es war einfach wunderbar, wieder draußen im Garten zu sein. |