29. Juni 2009

Also wenn wir das jemandem maunzen, der glaubt es uns kaum, aber inzwischen klappt unser Zusammenleben schon recht gut. Es gibt sogar Momente, da sitzen Kennedy und Sphinx halbwegs friedlich nebeneinander auf dem Fensterbrett. Es ist erstaulind, wie klein Kennedy sich machen kann, er hat ja sonst vor gar nichts Respekt, aber Sphinx macht ihm offenbar doch ein wenig Bedenken, Ich maunz euch, die kann knurren! Da sind wir alle wahre Lämmchen dagegen, wenn die Sphinx grummelt und faucht. Doch wie gemaunzt, das passiert nur mehr selten. Weil die beiden nun doch wieder längere Zeit bei uns verbringen, nehmen wir sie auch mit zu Geburtstagsfeiern, denn sonst kann Katz derzeit kaum etwas tun. Sommer nennt sich diese Jahreszeit, aber irgendwie scheint das noch nicht durchgedrungen zu sein nach oben, dann der Himmer weint wie nur was. Wir waren ewig nicht mehr draußen im Garten, eigentlich seit unserem letzten Tagebucheintrag nicht mehr. Wir liegen nur faul in der Wohnung herum, aber heute war es kurzzeitig etwas aufregend. Frauchen hat neue Raffrollos für das Wohnzimmer gekauft und sie gleich aufgehängt. Das war eine Freude für uns. Diese Raffrollos haben ganz tolle Bändchen und Quasten, perfekt für uns zum Spielen. Und ketzt kommts: Frauchen hat uns verboten, damit zu spielen, sie meinte, wir würden die Dinger sonst gleich wieder kaputt machen. Nun frag ich euch, wozu brauchen Menschen so etwas wie Vorhänge am Fenster? Fenster sind doch spuer zum Rausgucken und da müssen wir doch einfach sofort nach dem Rechten sehen und die Raffrollos entsprechend drapieren. Jezt passt alles, sie hängen so, dass wir gut raus sehen. Frauchen ist doch lernfählig *ggggggg*!

14. Juni 2009

Kennt irgendjemand von euch die Geschichte vom Tapferen Schneiderlein? Naja, wir ehrlich gesagt auch nicht so genau, aber Frauchen meinte heute, sie fühle sich wie das tapfere Schneiderlin, das hätte auch 7 auf einen Streich gehabt oder so halt. Sieben auf einen Streich? Ohja, das sind ja wir im Moment. Wir hatten heute traumhaftes Sommerwetter und mittags wollten wir dann unbedingt raus in den Garten. Also es ist ja so, wenn Frauchen den Schrank im Vorzimmer öffnet und unsere Leinen herausnimmt, dann sind wir meist kaum noch zu bändigen. Heute haben sich dann Sphinx und Merlin prompt uns angeschlossen und verlangten ebenso nach draußen wie wir. Es ist erstaunlich, sagt Frauchen, wie genau die beiden wissen, was bei uns im Sommer so los ist, obwohl sie ja nur zweimal im Jahr bei uns sind. Sie stellen sich sofort auf alles ein, was bei uns ist und machen alles mit. Es war herrlich heute im Garten. Wir haben da sowohl Sonne als auch Schatten, wir können uns unter Sträuchern verstecken und an einem Baum unsere Krallen schärfen. Frauchen ist dann ständig mit dem Knipsding hin- und hergelaufen, aber es ist ganz schwierig, uns alle 7 auf ein Bild zu bekommen.

Wir alle gemeinsam im Garten

Nunja, Frauchen hat es versucht, und es ist auch wirklich gelungen. Man kann uns alle sieben sehen, wie wir da dösen oder laufen und den Tag genießen. Es wurde auch erstaunlich wenig gegrummelt, auf so engem Raum, wo wir ja nicht wirklich ausweichen können, weil unsere Leinen uns nur eingeschränkt Bewegungsfreiraum lassen, da ist das schon ein toller Fortschritt im Vergleich zum ersten Tag. Auch sind unsere beiden Gäste inzwischen richtig schmusig zu Frauchen und das ist ein gutes Zeichen. In ein paar Tagen sind wir alle dann sicherlich ganz friedlich miteinander.

Wir freuen uns auf einen gemeinsammen Sommer!

12. Juni 2009

Gestern nachmittag waren wir alle baff erstaunt, als unsere Minidosi plötzlich mit einem großen Katzentransportkorb bei der Tür hereinkam. Sie stellte ihn auf den Boden, öffnete ihn und Sphinx und Merlin hatten nur auf diesen Moment gewartet. Sie düsten sofort heraus aus ihrem Kurzzeitgefängnis und schnurstraks hin zu den Futternäpfen. Wir anderen konnten ihnen nur erstaunt hinterher sehen, denn die beiden sind ja nur zwei Mal im Jahr zu Besuch, aber der erste Weg führt sie immer sofort zu den Futternäpfen. Die waren natürlich gut gefüllt und Sphinx hat sich gleich einiges an Trockenfutter einverleibt. Da durfte sogar Kennedy daneben sitzen und es wurde toleriert. Doch dann, dann ging die Grummelei los. Unsere beiden Gäste grummeln, fauchen und knurren, was das Zeug hält. Während wir alle das großteils ignorieren, scheint es Kennedy erst recht neugierig zu machen. Er verfolgt Sphinx auf Schritt und Tritt, sie grummelt und faucht, er maunzt sie freundlich und ratlos an. Ich will dich doch besser kennenlernen, scheint er sagen zu wollen, doch die Sphinx ist unerbittlich.

Naja, ich denke, sie hat ein wenig Angst vor ihm, denn er ist locker dreimal so groß wie sie. Merlin faucht sogar Frauchen an, wenn sie sie streicheln will, doch Frauchen redet den Beiden immer sehr gut zu und heute haben Sphinx und Kennedy dann sogar gemeinsam am Fensterbrett gesessen, zwar jeder möglichst weit weg vom anderen und mit einigem Gegrummle von Spnix, aber Kennedy ist wie gesagt schwer zu erschüttern. Ich glaube nicht, dass er aufgeben wird, er will unbedingt gut Freund mit ihr werden. Heute ist es überhaupt schon ein klein wenig ruhiger als gestern, Sphinx lässt sich von Frauchen streicheln und schmust sogar schon ein wenig und Merlin geht mit Frauchen ins Bad und lässt sich auch streicheln. So hoffe ich, dass es bald wieder ruhiger wird hier bei uns, damit ich recht gut auf mich achten kann und es mir weiterhin so gut geht wie in den letzten Wochen. Frauchens Bett ist mein Rückzugsort, das genieße ich sehr und ich darf nach wie vor stundenweise ins Schlafzimmer. Sollen die anderen doch da draußen grummlen, mich kümmerts nicht! Hauptsache, die lassen mich in Ruhe! Und irgendwie wünsche ich mir auch, dass Frauchen wieder etwas entspannter ist, die Hochzeit scheint sie doch etwas aus der Fassung zu bringen. Katzseidank muss ich da nicht hin, ich überlege aber, ob ich morgen im Garten versuchen soll, einen Flattermann für die Ersatzdosi zu fangen, den könnte ich ihr dann zur Hochzeit schenken. Mal sehen!

1. Juni 2009

Nun ja, so ganz habe ich es in den letzten Wochen ja nicht geschafft, ins Tagebuch zu pfoteln. Frauchen ist fast unansprechbar, denn unsere Ersatzdosi, also die älteste Tochter von Frauchen, die heiratet demnächst und Frauchen macht was ganz ganz Geheimes für das Brautpaar am Pece. Wir unterstützen sie natürlich nach Kräften, manchmal kommt es aber vor, dass wir übereifrig sind und vor lauter Aufregung quer über die Tastatur laufen, um Frauchen auf irgendetwas aufmerksam zu machen. Und wenn Frauchen dann einen schrillen Schrei ausstößt, dann wissen wir, dass wieder mal etwas nicht gepseichert war oder sonst was verstellt worden ist.

Ansonsten ist es eher ruhig bei uns im Moment. Ich muss noch immer brav jeden 4. Tag eine ganz grausliche Tablette nehmen, aber ich schaffe es nicht, mich erfolgreich dagegen zu wehren. Frauchen redet mir immer gut zu, meint, ich bräuchte das, um noch recht lange gesund zu bleiben. Hm...das sehe ich ja ein. Ein Gutes hat mein Kranksein aber auf jeden Fall - ich genieße das Privileg, ins Schlafzimmer zu dürfen. Zwar nicht nachts, aber doch immer wieder tagsüber für einige Zeit. Ich liege so gerne auf der Decke von Frauchens Bett und da schnurre ich und kuschle mich ganz fest hinein.

Unser Pummelchen Ophelia hat ihren Gewichtsverlust durch die Lungenentzündung mittlerweile wieder rauf gefuttert. Sie ist wieder eine richtlig entzückende kleine Walze und muss sich die Hänseleien von Herrchen gefallen lassen. Es ist ihr aber ziemlich egal, sie futtert munter weiter und wir sind es ihr alle vergönnt. Ich denke ja, das wird sich vielleicht dann ändern, wenn wir wieder Besuch bekommen. Unsere Wiener Freunde Sphinx und Merlin kommen demnächst wieder auf Sommerfrische zu uns. Ach ja, ich glaube, die beiden werden sich dann vor Kennedy füchten - der ist inzwischen so ein riesiges Monster, dass wir alle gewaltigen Respekt vor ihm haben. Stellt euch vor, sein Katzengeschirr zum Hinausgehen in den Garten war ihm viel zu klein, also hat Frauchen für ihn ein Hundegeschirr gekauft! Katz, wo wird der noch hinwachsen???