30.
August 2004 Wenn - ja wenn da nicht dieser Frechdachs von Mephisto wäre. Stellt euch vor, was er seit neuestem immer macht: Er jagt Saphira, aber nicht, weil er mit ihr spielen will, nein, Mephisto scheint langsam aber sicher auf Mädchenjagd zu sein - auweia, arme Saphira. Wir anderen können ihr nicht einmal helfen, aber sie macht das ohnehin großartig. Zuerst guckte sie immer total erstaunt, doch jetzt kriegt Mephisto ordentlich was zu hören von ihr. Sie liest ihm richtiggehend die Leviten und knurrt ihn so an, dass er sich flach auf den Boden legt und scheinbar im Erdboden versinkt. Über kurz oder lang steht dem kleine Kerl da wohl eine Operation ins Haus, was meint ihr? Inzwischen werden wir Saphira moralisch unterstützen!
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28.
August 2004 Gestern schon haben die Zweibeiner das Vorzelt abgebaut - ein sicheres Zeichen, dass es wieder heimwärts geht! Es war herrlich hier, aber wir freuen uns auch schon wieder auf unser gewohntes Zuhause - auf das Bett, in dem Katz sich so herrlich breit machen kann; auf die große Wohnung, wo Katz so richtig herumtoben kann; auf altbekanntes rundherum! Nicht missen werden wir die lauten Autos, die manchmal vorbeigefahren sind, auch nicht die ungewohnten Besuche völlig fremder Zweibeiner, die uns bestaunt haben als wären wir was Außergewöhnliches! Hm...sind wir schon, aber es war uns dann doch manchmal zu viel des Guten und wir haben uns manchmal zurückgezogen. Ist doch unser gutes Recht. Ja, und jetzt geht es ab nach Hause. Bis bald dann! Wir freuen uns auf euch!
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26.
August 2004 Nicht lange danach hörte ich meine Zweibeiner nach mir rufen. Sie hatten bemerkt, dass ich nicht da war und suchten mich - es klang ziemlich verzweifelt. Mein kleines Frauchen, die Mercedes, lockte mit Leckerlis, aber ich blieb stumm sitzen und rührte mich nicht. Dann hörte ich, dass jemand meinen Zweibeinern sagte, ich sei die Böschung hochgeklettert und schon kam mein Herrchen, um genau unter dem Wohnwagen nachzusehen, unter dem ich im wahrsten Sinne des Wortes gefangen war. Und jetzt maunzte ich jetzt kräftig, damit er mich ja nicht übersah, denn irgendwie war mir inzwischen mulmig zumute. Als mein Herrchen mich dann befreit hatte, klopfte mein Herz wie verrückt. Meine Dosi hat mich gleich fest an sich gedrückt und gekost und mich beruhigt. Das hat gut getan, denn: ich will ja net weg von meinen Dosis! Ich bin nur immer soooooooo furchtbar neugierig und abenteuerlustig! Daheim bei meinen Lieben ist es aber trotz allem am schönsten, das kann ich euch verraten!
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24.
August 2004 Tja, was war sonst los? Am Samstag hat es geregnet, da war nix mit vor dem Vorzelt auf der Liege dösen, da mussten wir uns auf das Inneres des Vorzelts beschränken. Unsere Zweibeiner hatten alle Hände voll zu tun, immer wieder unsere Leinen zu entwirren, den natürlich machte uns das einen Riesenspass, unter dem Tisch um die Tischbeine herum und dann einmal rund um den Sessel und noch einmal um ein Tischbein herum.....kennt ihr euch noch aus??? Strickmuster sind langweilig dagegen! :-) Ach ja, gestern abend hatten Herrchen und Hannibal eine kleine Meinungsverschiedenheit, die damit geendet hat, dass Hannibal sich geweigert hat, am Abend in den Wohnwagen geschickt zu werden. Er hat sich einfach losgerissen und ist weggeflitzt. Die Zweibeiner bewaffnet mit Taschenlampen - es war ja schon stockdunkel - hinterher! Weit ist er aber gottseidank nicht gelaufen, er hat sich unter einem Nachbarwohnwagen verkrochen und war im Grunde genommen froh, als er da wieder hervorgeholt wurde. Und wir anderen waren froh, dass er wieder bei uns war! Abenteuer schön und gut, aber solch nächtliche - nein danke!
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20.
August 2004 Das Frühstück war wie immer lecker, perfekt serviert und gerecht auf alle verteilt. Der Kleine muss immer ein wenig zurückgehalten werden, weil er gar so verfressen ist, aber er ist ja noch im Wachsen und darf ruhig fest zulangen. Herrchen meint, er sei schon mächtig groß - naja, wie Katz es nimmt! Vor mir, dem Hannibal, hat er jedenfall großen Respekt. Wenn immer ich ihm zu nahe komme bzw. er mir, dann legt er sich nicht mit mir an, sondern legt sich auf den Rücken, um zu zeigen, dass er mich respektiert! Braver Mephisto! :-) Tja, Rangordnung muss sein, nicht wahr?
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19.
August 2004 Ich, also das ist jetzt mal die Saphira, hab' mich dann sogar etwas in den Wohnwagen zurückgezogen. Dorthin kann mir nämlich der Mephisto nicht folgen und so konnte ich in aller Ruhe Körperpflege betreiben, mich hinter den Gardinen verstecken und den jungen Zweibeiner-Damen beim Kartenspielen zusehen! Am Nachmittag gab es ganz leckere Kaztenmilch, da habe ich mir den Bauch vollgeschlagen. Jetzt gegen Abend, wenn es nicht mehr so heiß ist, dann gehe ich gerne wieder hinaus in das Vorzelt bzw. auch noch weiter hinaus. Ui....beinahe hätte ich jetzt einen Vogel gefangen. Was fliegt der auch so knapp an meiner Nase vorbei! Hat er noch mal Glück gehabt! Und was raschelt da unter dem Wohnwagen? Eine Maus? Ich werde mal nachsehen...hm...*schnatter*, tatsächlich, aber die ist zu weit weg! Eigentlich schade! Gut, wenn das so ist, dann lege ich mich einfach nur hin und beobachte die Zweibeiner, die vorbeigehen. Wisst ihr, wenn ich ein Schüsselchen aufstellen tät und jeder, der uns angucken will, einen Euro reinlegen tät, da könnt ich mir ganz viel leckeres Futter kaufen lassen von meinem Frauchen *gggg*! Wir werden als ziemlich exotisch eingestuft, aber uns lässt das kalt! Wir sind erhaben über die Neugier des gewöhnlichen Fussvolks!
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18.
August 2004 Wie das nun wieder geht? Ganz einfach. Katze wird so gegen 6 Uhr munter und schaut mal nach, ob Frauchen und Herrchen noch friedlich schlafen. Meist ist das der Fall, denn - wie sollte es anders sein - die sind ja ebenfalls im Urlaub :-). Dann fängt irgendwer von uns an, sagen wir mal der Hannibal, der geht dann zur Wohnwagentür und kratzt mal ganz sanft dran herum, ob sie sich denn nicht öffnen lässt. Das tut sie natürlich nicht und so kratzt Hannibal ein wenig stärker. Nun ist eine erste Reaktion von Herrchen zu hören: "Muss das denn sein?" brummt er vor sich hin. Um das Spiel etwas spannend zu machen, geben wir etwa 10 Minuten Ruhe. Dann ist Saphira an der Reihe. Sie kratzt ebenfalls relativ sanft und schafft es auch nicht, ein Loch zu buddeln, also bleibt die Tür zu. Jetzt regt sich Frauchen mit einem lauten Seufzer und einem "Saphira, was soll denn das?". Selbstverständlich machen wir erneut eine Pause. Dann aber kommt Phase 3 des Spiels. Cleopatra ist alles andere als sanft zu der Türe, sie kratzt heftig und zupft mit ihren Krallen an der Türdichtung. Das gibt dann eine Reaktion von Frauchen und Herrchen zugleich: "Könnt ihr nicht noch ein wenig schlafen, ihr Rabauken?" Klingt leicht frustriert, wenn ihr uns fragt. Aber wir sind ja nicht so, wir machen noch einmal eine Pause und spielen dann erneut eine Runde durch. So gegen 8 Uhr reicht es dann, da steht dann Frauchen endlich auf, öffnet die Tür, wir dürfen raus und wir bekommen unser Frühstück! Fairerweise müssen wir euch sagen, dass wir das Spiel nicht jeden Tag spielen! Da würden uns die Zweibeiner wohl kaum mehr in den Urlaub mitnehmen. Und Mephisto spielt noch nicht mit - doch wer weiß, vielleicht lassen wir ihn bis Ende des Urlaubs! *gggg* Ihm fällt meist selber etwas ein, was er anstellen könnte. Heute morgen hat er den Wohnwagen unter Wasser gesetzt, dh. er ist von der Kommode aus direkt hinunter ins volle Wasserschüsselchen gesprungen! Das gab vielleicht ein lautes Platsch! Er saß dann erst mal ziemlich verdutzt da, ehe er sich langsam zu putzen begann - es war sozusagen die Morgenwäsche/-dusche für ihn! Ja, der Tag hat schon mal gut begonnen!
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17.
August 2004 Nach dem Frühstück haben wir dann einen verdösten Tag verbracht, meist im Schatten liegend und halt wie es sich im Urlaub gehört - rundum faul!
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16.
August 2004 Vor dem Vorzelt bewegte sich plötzlich die Erde. Nein, kein Erdbeben, aber irgendetwas oder irgendjemand buddelte einen kleinen Hügel aus der Erde empor! Wir saßen alle ganz erstaunt da, beobachteten, wie der Hügel wuchs und wuchs. Frauchen meinte, das sei wohl ein Maulwurf, was immer das sein mag - ansehen ließ sich das Ding nicht, schade eigentlich! Vielleicht hätten wir ein wenig damit spielen können? Am Nachmittag hat Herrchen Mephisto auf das Vorzeltdach gesetzt. Der Kleine war zuerst ganz verdutzt, genoss aber dann sichtlich den tollen Ausblick von da oben und wollte gar nicht mehr herunter. Wir können alle mitsammen nicht abstreiten, dass wir uns hier wohl fühlen! Jeder von uns hat ein Lieblingsplätzchen und wir genießen "la dolce vita"!
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15.
August 2004 Um vier Uhr morgens wussten wir, dass es nun so weit ist. Unsere Zweibeiner guckten zuerst noch ein wenig verschlafen, als der Wecker klingelte, aber das war auch bei uns der Fall. So eine Frechheit, da döst katzeins noch friedlich vor sich hin, als es aus dem besten Schlaf gerissen wird. Die Katzentransportkörbe bestätigten uns dann, was wir ohnehin schon geahnt hatten - es geht ab in den Urlaub. Binnen kurzem waren wir jeder in seinem Korb 'verstaut' und wurden ins Auto verfrachet. Herrchen hat uns ein richtiges Plateau gebastelt, wo unsere Katzenkörbe so beieinander stehen, dass wir einander sehen können. Beim Fahren ist das ganz nett, man sieht, wie es den 'Kollegen' so geht! Und Katz kann sich unterhalten! Zuerst hat Mephisto ein wenig gemaunzt und auch Saphira war es nicht ganz geheuer. Doch der beruhigende Zuspruch unseres kleinen Frauchens Mercedes und ihrer Freundin Krissi ließ uns alle dann bald ein wenig schlummern und wir haben die Fahrt mit einer einstündigen Pause so etwa bei Halbzeit gut überstanden. Wir bekamen sogar ein extra Lob am Ziel, weil wir diesmal superbrav gewesen waren! Während die Zweibeiner das Vorzelt aufbauten, hatten wir schon unseren ersten Spass. Dass wir von rundherum erstaunt beobachtet wurden und man uns fast als exotisch einstufte - wie kann das sein, dass Katze beim Camping mitfährt??? - das haben wir geflissentlich ignoriert! Statt dessen huschten wir unseren Zweibeinern sehr zu deren Freude :-) immer wieder zwischen die Beine und zwischen die Zeltstangen. Glaubt uns, die hatten alle Hände voll zu tun! Doch erstaunlicher Weise hinderte sie das nicht besonders und das Vorzelt des Wohnwagens war schnell aufgebaut. Nachdem wir ein leckers Mittagsfressen konsumiert hatten, begann der Urlaub so richtig! Hannibal durfte wie so oft auf einem Sessel vor sich hindösen. Mephisto kletterte zu Frauchen auf die Liege. Saphira hat ein ganz besonders feines Plätzchen für sich entdeckt, wo sie ungestört vor Mephistos Spiel-Attacken schlafen kann, nämlich hinter dem Schuhkästchen! Und der Lieblingsplatz von Cleopatra ist seit Jahren unverändert, gleich um die Ecke des Zelteingangs liegt sie im Schatten auf dem Vorzeltboden! Am Abend durften wir lange im Vorzelt bleiben. Dann aber wartete schon unser aller Lieblingsplatz auf uns - Frauchen breitet immer eine Decke über dem Küchenblock im Wohnwagen aus und das ist dann auch unser Schlafplatz! Das werden herrliche zwei Wochen!
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13.
August 2004 Wir sind ja auch schon sehr aufgeregt, nur Mephisto weiß im Grunde nicht, was los ist. Na, der wird Augen machen! Wir sind gespannt, wie er sich im Wohnwagen zurecht finden wird. Zuerst muss er aber noch eine große Mutprobe bestehen, nämlich die Autofahrt bis zum Urlaubsziel! Bekanntlich liebt er Autofahren ja nicht so sehr und schlimmstenfalls muss Frauchen den Katzenkorb mit nach vorne nehmen und ihn auf dem Schoß halten. Irgendwie werden wir das jedoch schon hinkriegen und wir werden dann im Nachhinein berichten, wie unser Urlaub war! Bis dahin ganz liebe Schnurrer an alle!
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10.
August 2004 Tja, ansonsten gibt es nicht besonders viel zu berichten. Außer dass wohl irgendwas in der Luft liegt. Jede freie Minute nützen die Zweibeiner und machen schön langsam den Wohnwagen startklar. Das kann nur eines bedeuten - binnen kurzem geht es ab in den Urlaub! Hurra! 14 Tage kuscheln den ganzen lieben Tag lang, eventuell die eine oder andere Maus fangen, die sich am Gemüse und Obst, das unter dem Wohnwagen lagert, vergreift, im Vorzelt ständig rund um die Sessel- und Tischbeine laufen, damit die Zweibeiner dann wieder unsere Katzenleinen entwirren müssen usw. usf. Wir freuen uns schon darauf!
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8.
August 2004 Die Party war anscheinend ein voller Erfolg, zumindest für Mercedes. Wir armen Vierpfoten wurden jedoch immer wieder in unserer Nachtruhe gestört, wenn wieder mal irgend so ein zweibeiniges partyteilnehmendes fremdes Wesen des nächtens durch unser Revier latschte, weil es das Badezimmer suchte! Wir mussten dann ja selbstverständlich nachgucken, ob das denn auch alles seine Richtigkeit und Ordnung hat! So gegen 5 Uhr früh!!! hatte dann das Herumgerenne endlich sein Ende, die zweibeinigen Fremdlinge haben sich in den Garten verzogen und dort ihr Lager aufgeschlagen. Uijjjj sah das heute morgen lustig aus, wie die Sardinen in der Dose lagen allesamt friedlich schlafend im grünen Gras. Eingewickelt in so Schlafsackdinger, damit ihnen auch nicht kalt wurde. Und auf Matten. Eine davon habt Hannibal sich gemopst und es sich drauf gemütlich gemacht - wissen wir doch, das macht er im Urlaub auch immer, dass er sich die Liege vom Frauchen schnappt! Ja und weil heute Katzentag ist, bekamen wir schon nach dem Frühstück eine Portion Extra-Leckerlis! Da sitzen wir dann immer ganz brav im Halbkreis und strecken und recken uns nach den guten Leckerbissen! Den Rest des Tages werden wir aber im Garten so vor uns hindösen! Weil es doch so heiß ist!
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7.
August 2004 Tja, und jetzt haben wir den Salat da....sprich - es ist ganz schön laut! Und dann kommen diese zweibeinigen Wesen, weiblich und männlich, die allesamt ziemlich jung sind, auch noch in den Garten getigert, weil sie uns sehen und kennen lernen möchten. Na danke schön, wir sind doch keine Zirkuskatzen, keine Ausstellungsstücke! Wir lieben es zwar, im Mittelpunkt zu stehen, aber das ist uns heute echt zu viel des Guten! Hoffentlich beruhigt sich die Lage bis in die Nachtstunden ein wenig, denn wir brauchen ja unbedingt unseren Schönheitsschlaf!
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6.
August 2004 Nun, ein wenig lag es wohl auch daran, dass wir nicht brav im Tagebuch gepfotelt haben, dass unsere Dosi nicht ganz so viel Zeit für uns hatte wie sonst. Am Sonntag feiert nämlich unser kleines Frauchen, die Mercedes ihren 15. Geburtstag und da haben wir uns sagen lassen, dass es eine Party geben wird. Mr. Dosi, also unser Herrchen ist nicht begeistert, ob wir es sein werden, das wird sich zeigen. Wenn da im Garten und im Haus so viele Fremde herumschwirren *fürcht* - da werden wir uns gegebenenfalls halt verstecken. Heute feiert unser Kleiner einen kleinen Geburtstag: er ist heute stolze 4 Monate alt. Und er feiert den gebührend, indem er einfach uns andere auf Trab hält. Stellt euch vor, da sitzt er ganz unschuldig unter der Lesebank von Dosi, kaum spaziert Saphira vorbei, duckt er sich und sprintet hinterher. Er hüpft ihr auf den Rücken, sie schüttelt ihn ab und verabreicht ihm einen sanften Hieb mit der Pfote so nach dem Motto "So lass mich doch in Ruhe!" Tja, das stört Mephisto nun mal gar nicht, er jagt weiter hinterher, denn Saphira will sich in Sicherheit bringen und klettert auf den höchsten Punkt am Kratzbaum. Eine Etage tiefer bremst sich Mephisto ein. Saphira guckt ihn ganz streng an, da verzieht er sich doch wieder nach unten und sucht sich ein neues Opfer, diesmal muss Hannibal herhalten. Mit einem Satz auf springt Mephisto auf Hannibals Rücken. Hannibal macht aber kurzen Prozess mit dem Kleinen, duckt sich unter ihm weg und knurrt ihn mal kräftig an. Tja, und jetzt bin ich dran, könnt ihr euch wohl denken! Doch ich mag das ja gar nicht, solch ungestümes jugendliches Verhalten! Ich bin enttrüstet und flüchte auf die Couch, fauche mal kräftig in Mephistos Richtung und siehe da, es wirkt! Welch Wunder! Hm ... was bleibt dem Kleinen nun übrig? Ja, richtig, er lässt nicht locker, er sucht nach Saphira und im Nu sausen die beiden quer durch die Wohnung, denn Saphira ist noch am Ehesten dazu zu bewegen, mit Mephisto zu spielen! Und damit ist jetzt alles bestens!
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3.
August 2004 Wir durften am späten Nachmittag in den Garten hinaus und haben es uns dort im Schatten gemütlich gemacht. Nicht einmal ein Schmetterling kam vorbeigeflattert, nach dem Katz hätte haschen können, aber Katz wäre ohnehin viel zu träge gewesen, um auch nur eine Pfote zu rühren! Mephisto hat sich der Länge nach ausgestreckt und ließ sich die Sonne auf den Pfirsichbauch scheinen. Da haben wir gestaunt, wie gewachsen der Kleine schon ist, immerhin hat er in den nächsten Tagen einen "kleinen" Geburtstag, er wird 4 Monate alt. Manchmal nervt er uns schon, weil er ständig was anstellt und uns und unsere Zweibeiner damit fast auf die Palme bringt (wenn wir denn eine im Garten hätten, was leider nicht der Fall ist, da wir nicht in einem südlichen Land beheimatet sind, sondern im schönen Österreich und da kann Katz die Zweibeiner maximal auf einen 3 Meter hohen Apfelbaum im Garten bringen *ggg*)! Und wenn er das geschafft hat, der Racker, also uns und die Zweibeiner mal ein klein wenig zu nerven, dann kommt er postwendend zum Schmusen und Kuscheln - und alles ist wieder in bester Katzenordnung! Ist doch schön, Katze zu sein!
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2.
August 2004 Das ist ein ganz und gar spannendes und vor allem riesig lustiges Spiel. Man nehme den kleinen Mephisto und mache ihn darauf aufmerksam, wie viel Spaß es macht, nach dem eigenen Schwanz zu suchen, ihm hinterher zu laufen und ihn immer wieder zu fangen. Nun, wer denkt, der lange Schwanz ließe sich so einfach haschen, der liegt weit daneben! Da werden Piroutten gedreht, dass einen schon vom Zuschauen richtig schwindlig wird! Da werden Purzelbäume geschlagen, dass einem Angst und Bang wird. Da geht es rund und rund und rund - also wir anderen kriegen beim Zugucken schon Bammel, ob sich Mphisto denn irgendwann nicht mit sich selber verheddert. Und dann zerkugeln wir uns, wenn er wieder ein superlustige Figur probiert, Eiskunstläufer mit doppeltem Rittberger oder wie das Zeugs heißt, die würden vor Neid erblassen! Tja, und nach so viel Anstrengung muss dann erst mal ausgiebig gekuschelt werden. Aber Frauchen macht das gerne mit dem Kleinen, denn auch sie genießt seine Darbietung. Vielleicht könnte Mephisto ja im Zirkus auftreten, was meint ihr?
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1.
August 2004 Nass sind wir auch schon geworden heute. Wir durften am Vormittag bereits hinaus in den Garten, doch immer wieder zogen so blöde Wolken über unsern Köpfen hinweg und ab und zu fielen daraus auch ein paar Regentropfen. Nun machen uns so ein, zwei oder auch drei Tropfen nicht gleich Kummer, aber dann waren es plötzlich viel mehr als nur drei und da wurden wir schnellstens zurück ins Haus verfrachtet. Das wäre ja unverantwortlich, wenn unser schönes Fell nass würde, womöglich gingen wir dann auch noch ein wie wenn wir zu heiß gewaschen worden wären!
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