21. August 2010

Ganz still ist es in den letzten Monaten um uns geworden, was aber nicht bedeutet, dass es bei uns daheim still gewesen wäre. Die eine Sache ist die, dass es unserem Frauchen und unserer Minidosi nicht so gut gegangen ist bzw. geht und dass beide wann immer es geht ganz dringend unseren Beistand gebraucht haben. Schön langsam aber hoffen wir, dass es wieder aufwärts geht und so möchte ich heute berichten, was sich sonst noch so bei uns getan hat bzw. tut.

Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, gibt es ein neues Familienmitglied bei uns - ein kleiner schwarzer Perserkater ist bei uns eingezogen und ich muss sagen, ich komme prima damit zurecht. Frauchen war ja lange skeptisch, ob ich einen Neuzugang akzeptieren würde, aber ich bin so unter uns gesagt ja schon oft damit konfrontiert worden und als wir im Juni Gastkatzis bei uns hatten, mit denen ich mich problemlos arrangiert habe, da hat Frauchen dann so ihre Fühler ausgestreckt und ich vertrage mich mit Ivanhoe, so heißt der Kleine, wirklich sehr gut. Frauchen meint, ich sei gar keine Zicke *grins*. Ja, das ist also die allergrößte Neuigkeit. Was soll ich euch noch maunzen? Maunz...ja vielleicht dass es mir gesundheitlich ganz gut geht und ich brav meine Medikamente nehme, damit das noch recht lange so bleibt. Im Gegensatz zu unserem Sorgenkaterchen Kennedy bin ich recht stabil meint meine Dosi. Kennedy hat uns in den letzten Monaten große Sorgen bereitet. Er hatte eine schwere Infektion, wo der Weißkittel aber auch nicht sagen kann, wo die herkam, Kennedy gingen plötzlich an der Schulter büschelweise die Haare aus, sein Fellkleidchen war ganz stumpf und er hat sich blutig gekratzt. Sein Zahnfleisch war entzunden und er war immer total müde. Dann hat es auch noch einige Zeit gedauert, bis die Medikamente gewirkt haben, jetzt scheint er wieder in einer ruhigen Phase zu sein und es geht ihm wieder ganz gut. Nicht genug damit, war unsere Saphira ganz schlimm erkältet und musste ebenfalls Medikamente nehmen, na ihr könnt euch vorstellen, da war Frauchen beschäftigt mit uns. Sie meint ja, dass Kennedy ein ewiges Sorgenkind bleiben wird weil bei ihm sehr offensichtlich ein Zuchtfehler vorliegt, aber wenn es ihm und uns gut geht, dann ist Frauchen glücklich.

Im Moment machen wir Urlaub - so wie alle Jahre sind wir mit dem Wohnwagen unterwegs und dösen den ganzen Tag im Freien im Schatten unter oder auf der Liege von Frauchen. Die muss sich mit dem Sessel begnügen, denn wir sind eindeutig schneller als sie! Wir genießen das herrliche Wetter und dass Frauchen und Herrchen uneingeschränkt Zeit für uns haben. Wir werden mehr denn je mit Leckerlis verwöhnt und unser Jüngster benimmt sich, als wäre er schon ewig bei uns und hätte nie etwas anderes gemacht als Camping. Er und Kennedy sind ein Herz und eine Seele. Kennedy ist immer ganz sanft zu dem Kleinen, selbst wenn ihn der noch so provoziert und das tut Ivanhoe ständig. Er springt Kennedy ganz unvermutet an, meist auch nochn von vorne und Kennedy ringt ihn dann nieder, was dem Kleinen vergnügte Quietscher entlockt und wenn Kennedy dann Ivanhoe putzt, so von den Ohren bis zur Schwanzspitze, dann ist der Kleine ganz ruhig und brav. Er ist halt noch ein Baby, doch ich dulde es ganz gut, dass er nun mal da ist und wenn er auch zu Frauchen kommt, während ich kuscheln will.

Hannibal nimmt ein Sonnenbad

Ivanhoe prüft ob die Zeltleine auch richtig gespannt ist

Ophelia, Ivanhoe und Hannibal friedlich auf Frauchens Liege

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23. August 2010

Puh, ist das heiß heute! Katz kann eigentlich gar nichts anderes tun als faul und ruhig unter Frauchens Liege im Schatten zu liegen und zu dösen. Ivanhoe hat noch die meiste Energie und spielt mit einem Plüschball, der an einem Gummiband an einer Stange im Vorzelt befestigt ist. Unermüdlich hüpft er nach dem Ball, fängt ihn, lässt ihn los oder kugelt damit auf dem Boden herum. Wenn er den Ball los lässt, dann saust der hoch in die Höhe und Ivanhoe schaut ganz erstaunt hinterher. Naja, der Kleine hat halt noch Energie, was man von mir altem Kater *grins* nicht mehr unbedingt behaupten kann. Katzgedacht - denn wenn es um wichtige Dinge geht, dann bin und bleibe ich der Chef, jawohl!

Wir sind ja seit Jahren immer wieder auf dem gleichen Campingplatz. Und schon als wir zum ersten Mal da waren, habe ich Jagd auf Mäuse gemacht. Voriges Jahr habe ich keine erwischt, aber heuer - JAWOHL! - heuer habe ich wieder mal eine erwischt. Da döse ich doch einfach vor mich hin, als Ophelia neben mir hochspringt und zur Böschung saust. Ihr Pech ist, dass ihre Leine nicht ganz reicht, und ich habe sofort gesehen, was auch sie gesehen hat - da sitzt eine Maus im Gras! Ganz frech und nichtsanhnend, dass sie nun meine Beute wird. Ein Schnapper von mir und ich hab' sie! Triuphierend trage ich sie in den Schatten unter die Liege und spiele ein wenig mit ihr. Sie ist drollig und will wegrennen, aber ich hebe bloß meine Pfote und schon hängt sie fest. Kennedy und Ophelia gucken fasziniert zu, kommen mir aber nicht in die Quere. Das ist meine Maus! Und mit der spiele ich jetzt!

Auf einmal ertönt ein Schrei aus dem Vorzelt: "Hannibal, was machst du da?" Herrchen hat entdeckt, dass ich ein lebendiges Spielzeug habe und kommt ganz entsetzt gerannt. Und stellt euch vor, was dann passiert? Herrchen nimmt mir doch glatt die Maus weg! So ein Spielverderber! Ich bin ganz verdattert und suche noch eine Weile, ob ich sie wiederfinde, Kennedy und Ophelia helfen mir dabei, aber die Maus bleibt verschwunden.

Naja, ein paar Tage habe ich ja noch und wehe euch Mäusen, wenn ihr euch zu nahe heranwagt an unseren Wohnwagen und das Vorzelt - ich passe auf!