27. November 2004

Heute ist etwas ganz Komisches passiert.

Unser Frauchen war heute mittag nicht zu Hause und als sie dann endlich wieder heim kam, hat sie immer was von 'Aua' gefaselt und dabei trotzdem gelacht. Wir haben uns gar nicht ausgekannt, manchmal reden die Zweibeiner ja ohnehin so unverständlich daher. Besonders wenn wir mal wieder was angestellt haben, so wie gestern, als Frauchen so ein rundes Ding gebastelt hat, mit Kerzen und Schleifen drauf. Wie kann Katz da herrlich spielen, die Schleifen ein wenig besser in Position richten zum Beispiel oder die dieses goldene glänzende Engelchen, das sie drauf platziert hat, ein wenig beschnuppern. Naja, und dann haben wir auch mit den diversen kleinen Zweiglein und Ästen gespielt, die sie an das runde Ding gesteckt hat. Da ist ja was abgefallen, aber dass wir es in der Wohnung verteilen, hat Dosi gar nicht so gut gefunden. Letztendlich konnten wir aber doch ein paar von den Spielsachen verstecken und so haben wir jetzt immer was auf Vorrat.

Aber jetzt müssen wir noch von dem Komischen weitererzählen. Als Dosi vorhin aus der Wasserplatschkabine kam, hat sich das Rätsel um 'Aua' gelöst. Denn da hat uns doch der Hannibal von ihrem Rücken aus angeguckt!

Dabei ist der Hannibal doch mitten unter uns und nicht nur als Kopf, sondern schon als Ganzer. Von Frauchens Rücken guckt er jetzt auch ganz frech in die Gegend und irgendwie haben wir das Gefühl, dass da was nicht stimmt. Doppelter Hannibal? Ob das gut geht? Frauchen hat gemeint, wir sollen uns nichts denken, der Hannibal auf ihrem Rücken wäre ein Kunstwerk - nur für sie allein!

Na gut.....wenn sie meint!

 

21. November 2004

Habt ihr schon einmal etwas gejagt, von dem ihr wisst, dass es da ist, weil ihr es hört - ihr könnt es aber nicht sehen? Also bei uns gibt es so etwas.

Vor einigen Tagen trat dieses Phänomen zum ersten Mal im Schlafzimmer unserer Dosis auf. Wir hörten so ein leises, feines Getrippel und Schaben, es kam von oben. Hm - von oben? Da ist die Schlafzimmerdecke - auf der war weit und breit nichts zu sehen! Das Trippeln bewegte sich aus der Ecke heraus quer über die Decke, dann so leicht in einer Kurv hin zum Deckenrand. Wir natürlich herunten auf dem Fußboden hinten nach, unsere Blicke stets aufmerksam nach oben gerichtet. Stille. Da - jetzt hören wir es wieder! Was ist das nur? Und warum können wir es nicht sehen?

Wir haben das Geräusch eine ganze Zeitlang verfolgt, es hat uns ganz schön hin und her durchs Zimmer gejagt. Wir waren schon mächtig sauer, weil wir das Ding oder was immer sich da über der Decke bewegte, fangen wollten. Mephisto hat sogar mal versucht, die Wand hoch zu klettern, geht aber nicht, zu glatt! So haben wir die Kommode und den Kasten erklommen, um dem raschelnden Ding auf die Spur zu kommen - keine Chance.

Tja, bis dann unsere Dosi kam und unser Spiel verwundert beobachtete. Sie lauschte und begann zu lachen: "Da ist wohl wieder mal eine Maus zu Besuch! Oberhalb der Zimmerdecke im Hohlraum zur Betondecke!" Eine Maus!!! Katz stelle sich das mal vor! Da tanzt uns eine Maus buchstäblich vor der Nase rum und wir sehen sie nicht einmal geschweige denn können wir sie fangen!

So eine Frechheit!

 

18. November 2004

Heute melden wir uns mal alle zu Wort.

Seit zwei Tagen ist unsere Minidosi nun den ganzen langen Tag bei uns zu Hause. Aber meistens liegt sie immer faul auf der Couch. Und dann gibt sie ständig so komische Geräusche von sich und schnäuzt sich in so lustige weiße Tücher. Da haben wir natürlich gleich mal den Mephisto auf sie angesetzt. Der zupft dann diese lustigen Dinger aus so Pappkarton-Boxen. Und da kann unsere Minidosi schimpfen, so viel sie will, unser kleiner Mafioso spielt total gerne mit den Knäueln und lässt sich gar nicht dabei beirren, bis die Minidosi aufhört zu schimpfen, weils ja doch nichts bringt.

Und wenn er die kleinen Tücher irgendwo versteckt hat, damit sich dann die Saphira darauf stürzen kann, dann kommt er mit seinem Dackelblick und legt sich zur Minidosi auf die Decke. Und schnurrt, und schnurrt, und schnurrt....

Tja, und dann, wenn die Minidosi mal schläft, dann catcht sich der Mephisto wieder mal auf den Hannibal und will mit ihm raufen. Nur meistens wird die kleine Chefin dann davon munter und verjagt den Phistl wieder. Da hat er dann keine Chance.

Jetzt hofft wir aber alle wieder, dass die Minidosi bald wieder gesund ist, weil dann können wir ganz ungestört ein bisschen die Tücher aus den Boxen rupfen... dann merkts ja keiner...

 

6. November 2004

Wie so oft habe ich auch heute wieder mal die schneller Pfote gehabt, als es darum, wer denn heute was ins Tagebuch pfoteln darf. Habt ihr es schon erraten, wer ich bin? Richtig, Mephisto meldet sich zur Stelle. Es ist ungeheuerlich, was die Zweibeiner von mir sagen!

Ja, was soll ich euch maunzen? Ich bin doch ein ganz ein lieber Kater, schmuse für mein Leben gerne mit meinem Frauchen und auch mit meiner Minidosi, aber in letzter Zeit - eigentlich ist es ja ein wenig peinlich, darüber zu sprechen - aber in letzter Zeit also da leide ich manchmal unter Blähungen.

Ich kann ja nichts dafür, wenn ich da so gemütlich bei meinem Frauchen auf dem Schoß liege und auf einmal rümpft sie die Nase und sagt: "Mephisto, du bist ein keines Stinktier!" Dann wedelt sie mit der Hand vor ihrer Nase herum und der niedliche Duft kitzelt nun meine Nase. Sie hat ja recht, irgendwie halt, besonders gut duftet das nicht, aber ändern kann ich es auch nicht. Nur deswegen gleich zum Stinktier zu mutieren - nein, das geht mir zu weit! Das lasse ich mir nicht gefallen und so verziehe ich mich dann auf die Ofenbank zu Cleopatra, die hat die Ofenbank unter Dauerbeschlag genommen!

Doch sie teilt den Platz gerne mit mir und: Sie nennt mich nicht Stinktier! Die Liebe!

 

1. November 2004

Diesmal melden sich Saphira und Mephisto zu Wort. Wir haben nämlich heute im Garten ein putziges Etwas beobachtet.

Ihr müsst wissen, vom Fenster des Arbeitszimmers aus können wir unseren Garten sehr gut überblicken. Da steht auch ein Haselnussstrauch und dieses Jahr sind ganz viele Nüsse drauf.

Nun saßen wir beide ganz friedlich auf der Fensterbank, als sich plötzlich auf der Wiese etwas bewegte. So ein dunkelbraunes Ding mit einem langen buschigen Schwanz sauste auf unseren Haselnussstrauch zu und kletterte sogar hinauf! Na wir beiden waren vielleicht aufgeregt. Wir schnatterten und schimpften, weil dieses Ding da buchstäblich vor unserer Nase herumtanzte und wir es nicht jagen konnten! Ganz frech holte es sich Nüsse vom Strauch und dann richtete es sich auf seinen Hinterpfoten auf und begann auch noch, die Nüsse zu verspeisen.

Es ließ sich gar nicht davon stören, dass wir ihm zuguckten. Dabei haben wir doch so laut geschimpft, weil wir es nicht jagen durften und weil es jenseits der Fensterscheibe war und überhaupt - so ein Eindringling in unserem Garten - das mögen wir doch gar nicht!

Unser Frauchen hat uns dann erklärt, dass dieses Ding Eichhörnchen heißt und sich für den Winter einen Nüssevorrat anlegt, damit es - wenn es kalt wird - etwas zum Fressen hat. Na, da haben wir es ja wiederum gut, dass wir uns da keine Sorgen machen müssen, ob wir im Winter auch gut versorgt sind. Dafür trägt schon Frauchen Sorge!

Aber ein wenig Fangen spielen hätten wir mit diesem Eichdingsbums schon gerne wollen!