5. November 2007 Eigentlich ist es ja schon zu kalt, um draußen im Garten zu sein, zumindest für uns, doch heute hatte Frauchen noch im Garten zu tun und ich durfte ganz kurz mit hinaus. Wir haben da so ein kleines Mäuerchen, auf dem sitzt es sich gemütlich, Katz hat Überblick über den Garten und wenn dann so wie heute die Sonne scheint, dann lässt es sich da schon ein klein wenig aushalten. Auf einmal raschelt es nicht weit von mir entfernt. Ich hatte gerade ein wenig gedöst, doch sofort war ich putzmunter. Saß da nicht weit weg von mir ein fremder Geselle auf meiner Mauer! Und guckte auch noch frech! Spitze Nase, schwarz und glänzend, Miniohren, kaum zu sehen, kleine schwarze Konopfäuglein und ein ganz komisches Fell. Nanu, was will der Kerl denn hier in meinem Revier. dachte ich bei mir und pirschte mich an das fremde Wesen heran. Klein war er, der Kerl, aber selbst kleine Eindringlinge müssen entweder verjagt oder willkommen geheißen werden, je nachdem, mit welcher Absicht sie daherkommen.
Tja, was soll ich euch maunzen, der kleine Kerl hat sich plötzlich in eine Kugel verwandelt. Nix mehr mit winzigen Füßchen, auf einmal nur mehr Fell. Hm, Fell? Nein doch nicht, denn als ich ihn vorsichtig beschnuppert habe, hat mich das doch glatt in meiner Nase gepiekst! Stacheln, kein Fell! so eine Gemeinheit!
Und Frauchen steht daneben und lacht. Könnt ihr euch das vorstellen, lacht mich aus! Woher soll ich denn wissen, dass der kleine Kerl ein Igel ist und im Garten auf Nahrungssuche ist? Wenn er mich nicht gepiekst hätte, hätte ich ihm vielleicht etwas von meinem Futter abgegeben, aber ich glaube, er hatte sowieso große Angst vor mir, denn sonst hätte er sich doch nicht so versteckt! Dabei wollte ich ihm gar nichts tun, sondern ihn nur beschnuppern, ob er ein Freund oder ein Feind ist! Das ist schließlich meine Pflicht in meinem Garten! Inzwischen war es merklich kühler geworden und ich wollte ohnehin wieder ins warme Haus. Der Igel aber, der verschwand nach einer Weile, hoffentlich findet er ein gutes Plätzchen zum Schlafen, Frauchen hat erzählt, dass er das im Winter macht und vielleicht treffe ich ihn dann im Frühling wieder!
4. November 2007 Nun ist also die sprichwörtliche Katze aus dem Sack! Frauchen ist wieder einigermaßen ansprechbar und wir holen die versäumten Kuscheleinheiten ausgiebigst nach. Katz, war das eine Aufregung! Lasst euch die beinahe unendliche Geschichte kurz erzählen. Wir hatten uns ja schon lange ein neues Kleidchen gewünscht, auch wenn das alte ganz hübsch war, Katz braucht doch auch mal was Neues zum Anziehen! Frauchen hat gemeint, das wäre schrecklich viel Arbeit und wann sie das denn machen sollte. Und ob sie das dann technisch auch noch hinkriegt, das war ihre größte Sorge. Nichts desto Trotz hat sie uns dann einige Entwürfe präsentiert, wir haben uns einen ausgesucht und dann - geschah einfach nichts mehr! Nothing, niente, rien, nada und so weiter und so fort! Schade, dachten wir bei uns, doch da es Frauchen nicht so gut ging und ständig so viel passiert ist, hatten wir unsere Wünsche hintan gestellt. Doch dann auf einmal, Geheimnisse über Geheimnisse. Vernachlässigung, Unansprechbarkeit, Gereiztheit, Verbannung aus dem Arbeitszimmer - wir machten uns alle schon Sorgen. Bis heute, denn nun wissen wir ja, was Frauchen tage- und nächtelang gemacht hat. Wir fühlen uns sehr wohl in unserem neuen Outfit und hoffen, dass auch ihr euch daran gewöhnen werdet *grins* - wir sind ja der Farbe in etwa treu geblieben, weil wir meinen, das steht uns gut! Auch auf viele hübsche Auflockerungen wollten wir nicht verzichten und wir denken, dass hat Frauchen ganz gut hingekriegt. Sie bekommt natürlich jetzt von uns jede Menge Nasenküsschen, denn danke will Katz natürlich sagen! |